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VW Golf R – Der Golf im Schafspelz

Die „R“volution im Hause Volkswagen fand erstmals im Jahre 2002 statt – damals als R32 bezeichnet, leistet der via 4Motion angetriebene Golf 4 bereits aus 6 Zylindern blasend 241PS – aus dem Hausfrauengolf wurde ein echtes Renngerät. 2005 folgte die nächste Stufe: hier lieferte der Sechszylinder 250PS – erstmals war das von VW entwickelte Direktschaltgetriebe wählbar. 4 Jahre später entwickelte VW eine neue Konzeption, benannte es nun als Golf R. Unter der Haube schlummerte hier ein zunächst lammfromm wirkender Zweiliter-Vierzylinder mit Zwangsbeatmung – unter dem Druck des Laders leistete er stolze 270PS, was für einen Hundertersprint von 5,5 Sekunden langte. Dies schien den Ingenieuren der R GmbH jedoch nicht genug gewesen zu sein – dieses Jahr schalteten sie einen Gang höher.

Die Neuerungen

Im Neuen sorgen ebenfalls vier Zylinder in Verbindung mit einem Turbolader für Vortrieb – dank 1,2 Bar Ladedruck stemmt der Golf R 300PS und 380 Nm an alle vier Räder. So viel Leistung, dass VW betitelt: „So viel Kraft, dass wir sie auf vier Räder verteilen mussten.“ Die Modifikationen gegenüber dem GTI-Motor sind ja auch vielfältig: duales Einspritzsystem (Direkt- und Saugrohreinspritzung), variable Ventilsteuerung inklusive doppelter Nockenwellenverstellung, zweifach verstellbarer Ventilhub auf der Auslassseite und eine wassergekühlte Abgasführung zum Turbolader sind genügend Technik, um Standfestigkeit, Ansprechverhalten und Fahrwerte auf höchst sportlichem Niveau zu garantieren.

Pure Leistung

Handgeschalten gelingt ihm der Sprint auf Landstraßentempo in 5,5 Sekunden, mit Direktschaltgetriebe DSG geschieht dies nur einen Wimpernschlag langsamer als in einem Porsche 911 – 4,9 Sekunden! Der Drang nach mehr Geschwindigkeit endet, durch die Elektronik eingegrenzt, bei 250km/h. Im „Race“-Modus des neuen R klingt er nicht nur bissiger, Fahrwerk, Lenkung und Motor werden direkter und im Ansprechverhalten spontaner, sodass der Golf R intuitiv am Limit zu bewegen ist. Ein Tribut an den Lader: So richtig Druck bekommt der Golf erst bei ca. 3000 Umdrehungen. Das wichtigste Element für sportlich betuchte Fahrer: Das ESP ist im „Race“-Modus komplett abschaltbar – vier Räder und 1476kg unter dem freien Willen des Fahrers. Wir empfehlen diesen speziellen Knopfdruck jedoch nur für geübte Fahrer.

Sportliches Flair?

Der Innenraum entspricht dem des Serienmodells – Sportsitze und Sportlenkrad ergänzen den sonst so biederen Look des Innenraums. Hier hätten wir von einem Sportler mit 300PS, der Speerspitze der sportlichen Kleinwagen, etwas mehr erwartet – Schade.

Für die, dies es wissen möchten: Der kombinierte Krafstoffverbrauch des Golf R liegt zwischen 7,1 –6,9 Liter auf 100km – trotz Mehrleistung gegenüber dem Vorgänger verbraucht er deutlich weniger.

Fazit

Vor kurzem wurde der Golf zu dem beliebtesten Fahrzeug der Deutschen gekürt: 244.249 Neuzulassungen in Deutschland bestätigen dies. Zu haben ist das Spitzenmodell inklusive Aerodynamik-Paket, 18 Zoll großen Felgen, Bi-Xenon-Scheinwerfern mit LED-Tagfahrlicht, LED-Rückleuchten, einer Sport-Abgasanlage mit vier verchromten Endrohren sowie Sportsitzen, Klimaautomatik und Sport-Lederlenkrad für 38.325 Euro – ist das noch volksnah?

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