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Sportliches Editionsmodell – der Peugeot 208 GTi 30th

Ein legendärer kleiner Franzose, der Peugeot 205 GTi, erfährt im November 2014 eine Wiederauferstehung. Im Jahre 1988 verblüffte er mit einem 1,9 Liter Vierzylinder, der 128PS und 161Nm an die Vorderachse schickte. Unter einem Leergewicht von nur 875 Kilogramm erreichte er Landstraßentempo in 7,8 Sekunden. Bei 206km/h lag seine damalige Höchstgeschwindigkeit – dieser Wahnsinn kostete damals stolze 25.425 Mark.

30 Jahre nach dem ersten 205 GTi legt Peugeot mit einem temperamentvollen Franzosen nach! Der sportliche 208 GTi 30th soll in die Fußstapfen treten – neu interpretiert und mit einem modernen Konzept, unterlegt von einem aufwändigen Image-Video. Wie viel GTi wirklich in ihm steckt, erfahren Sie jetzt!

GTI-Geist unter der Haube?

Standesgemäß erwartet den Peugeot-Fanatiker ein Vierzylinder, heute jedoch mit 1,6 Litern Hubraum – Downsizing macht eben auch vor Legenden nicht Halt. Der unter Druck gesetzte Motor entlässt 208PS und stolze 300Nm ebenfalls an die Vorderachse, verwaltet von einem straff arbeitendem Sechsgang Handschaltgetriebe des Peugeot RCZ R – hier darf der Fahrer wenigstens selbst Hand anlegen und wird nicht von einer vorlauten Automatik bevormundet.

Große Leistung im kleinen Auto – so macht das Thema „Wolf im Schafspelz Spaß“. Spaß bereiten auch die Fahrleistungen des kleinen Franzosen: Der Standardsprint auf Tempo 100 erledigt der emotionsgeladene Vierender in 6,5 Sekunden, während die 205er Pneus ihr Sorgenlied singen.

Die neue THP-Motorengeneration ist gewappnet für die Euro-6-Norm, verbindet also den sportlichen Anspruch mit den Anforderungen eines modernen Motors an die Umweltverträglichkeit. Eine Start-Stopp-Automatik gibt es hier serienmäßig.
GTi-Geist im Sinne der Querdynamik?

Sowohl für Quer-, als auch für Längsdynamik sorgt ein spezielles Torsen-Differenzial, welches den Schlupf in Kurven oder voller Leistungsabfrage minimiert und optimale Traktion gewährleistet. Abgekupfert ist diese technische Lösung vom großen Bruder, dem RCZ R.

ABS und ESP sind nun noch sportlicher abgestimmt, ebenso wie die überarbeitete Fahrwerksgeometrie, die betont sportlich ausgelegt ist – ein intensives Fahrerlebnis ist garantiert.

Die Karosserie zeigt sich nun 10mm tiefer, die Spur hingegen vorn 22mm und hinten 16mm verbreitert, was nicht nur einen stämmigen Auftritt, sondern auch ein satteres Handling erzeugt. Positiv bemerkbar machen sich darüber hinaus die neu abgestimmten Stabilisatoren, die besonders Richtungswechsel und Bremsmanöver deutlich erleichtern.

Auch die Lenkung ließ Peugeot nicht unangetastet. Im Hinblick auf die Leistungsausbeute, die lineare Lenkkraftunterstützung und unter Rücksicht auf das Torsen-Differenzial wurde diese sowohl für Rennstrecken als auch für Landstraßen erheblich optimiert.

Verzögerung erreicht der Franzose durch eine Vierkolben-Festsattel-Brembo-Bremsanlage, standfest und griffig.
Im Fokus der Fahrwerksentwicklung lagen Präzision und Agilität, die man den reinen Stammdaten des 208 GTi 30th getrost entnehmen darf.

GTi-Geist in der optischen Anmutung?

Das Temperament soll auf den ersten Blick erkennbar werden. Die Chromelemente wurden durch mattschwarzen Zierrat ersetzt. Die neue, tiefergelegte Silhouette stützt sich auf exklusive 18-Zöller hinter denen rot lackierte Bremssättel den Blickfang bilden.

Am auffälligsten dürfte wohl die Farbgestaltung ausfallen – die zweifarbige, rot-schwarze Lackierung dürfte wohl jedem ins Auge fallen. Wer möchte kann außerdem aus mehreren historischen Farben wählen: Perlmuttweiß und Rugby-Rot stehen zur Auswahl.

Im Inneren geht es ebenso sportlich zu – Lackarbeiten, Kontrastnähte und Sportsitze geben das Gefühl, in einem hochwertigen Renner Platz zu nehmen.

Fazit

Sportlich ist er, effizient und schick – doch was fehlt? Natürlich, der Purismus! Ausgerüstet mit Drehzahlmesser, Öltemperatur und –Druckanzeige war der damalige 205 GTi bestens auf seinen Fahrer bestens vorbereitet. Mehr wollte er nicht! Der größte Vorteil: Gewichtsersparnis!

Das ist heute jedoch ein Fremdwort. Selbst Kleinwagen müssen Entertainment bieten, Innengräuschpegel niedrig halten und sämtlichen Komfort bieten, der beim letzten Modell des BMW 7er aktuell war.

Der Anspruch der heutigen Zeit besteht darin, Alleskönner auf die Räder zu stellen, was Peugeot mit dem rassigen 208 GTi 30th erreicht hat. So ganz 205 GTi ist er dabei jedoch nicht mehr.

 

https://www.youtube.com/watch?v=9zTheyLIvRc&list=TLte1SM6BKnHqgkZ8s3ZybK857hiH0r1ew

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