Transporter im Einsatz 660x330 - Seriöse Gebrauchtwagenhändler für Transporter erkennen

Seriöse Gebrauchtwagenhändler für Transporter erkennen

Es gibt eine Vielzahl von Autoverkäufern bzw. Gebrauchtwagenhändler, die am Markt versuchen, „alte, verbrauchte Möhren“ an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Es gibt eine Profi-Checkliste, mit der jeder betrügerische Blender beim Gebrauchtwagenmarkt für Pkw und gebrauchte Transporter erkennt.

Der Gebrauchte wird aufgehübscht

Die gebrauchten Fahrzeuge werden von den Autohändlern bevor sie zum Verkauf angeboten werden ordentlich aufgehübscht. Denn schließlich möchte niemand ein verrostetes oder mit Beulenüberhäuftes Etwas kaufen, um dann die notwendigen Reparaturen und Wartungsarbeiten selbst übernehmen zu müssen. Gebrauchte Transporter und Pkw die glänzend auf dem Hof der Gebrauchtwagenhändler stehen, sind das Ergebnis von Aufbereitungsprofis. Doch das ist nicht immer der Fall, sondern es gibt windige Händler, die mit billigen Tricks versuchen, die Schwachstellen der abgerockten Möhren zu kaschieren. Da wird bspw. der Tacho des Mercedes Sprinter, der als Kurierfahrzeug bereits hunderttausend Kilometer auf dem Buckel hat manipuliert, das Scheckheft gefälscht oder die Rost- und Unfallschäden werden überlackiert.

Laien haben es schwer

Der Laie kann beim Kauf von einem gebrauchten Transporter nicht immer erkennen, ob er an einen seriösen Autoverkäufer geraten ist und ob es sich bei dem gebrauchten um ein „Schnäppchen“ handelt. Aber es gibt durchaus einige Punkte, durch die es möglich ist, einen Blender zu erkennen. Als Erstes gibt das Fahrzeug selbst Hinweise:

  • Trübe Scheinwerfer
  • Eine hängende Fahrertür
  • Durchgesessene Sitze
  • Ausgefranste Gurtränder

Das sind klare Zeichen auf eine hohe Laufleistung. Sollte der Händler behaupten, dass das Fahrzeug nur 65.000 Kilometer auf der Uhr hat, dann sollte er mit den ungewöhnlichen Mängeln für diese doch geringe Laufleistung konfrontiert werden – und am besten wird dann gleich das Weite gesucht. Ein seriöser Verkäufer weist direkt auf Vorschäden hin – wer diese verschweigt, der meint es nur in den seltensten Fällen ehrlich. Übertünchte Macken, Beulen und Kratzer sind an Unregelmäßigkeiten im Lack zu erkennen, wenn bspw. bei nebeneinanderliegenden Bauteilen die Farbtöne voneinander abweichen, wie bspw. die Tür und der Kotflügel. Ebenfalls sollten die Alarmglocken bei ungleichen Spaltmassen oder Spuren von Schleifpaste klingeln.

Gekauft wie gesehen

Die „schwarzen Schafe“ des Gebrauchtwagenmarktes versuchen auch die Rückgabe der Fahrzeuge durch Sätze, wie „Gekauft wie gesehen“ zu umgehen. Dies ist nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) nichtig, wenn der Autohändler arglistig handelt. Jeder sollte von dem Kauf absehen, wenn der Händler im Kaufvertrag pauschal Mängel eintragen will, denn damit befreit dieser sich von seiner gesetzlich vorgeschriebenen Gewährleistungspflicht. Der Grund: Dem Käufer sind die Schäden laut Vertrag bekannt.

Ebenfalls sollten Autohändler vermieden werden, die sich als Vermittler ausgeben und ein Fahrzeug von privat verkaufen wollen. Denn in diesem Fall erlischt ebenfalls die Gewährleistungspflicht, falls das Fahrzeug „privat“ verkauft wird.

Der Kauf im Internet – Achtung Augen auf!

Auch im Automobilsektor ist der Online-Handel kein bloßer Trend, der schnell wieder vergeht. Dies zeigten bereits die Ergebnisse des DAT-Reports 2016, wo es unter Punkt 7 heißt „Die Bedeutung des Internets für die konkrete Kaufanbahnung ist weiter gewachsen“.

Besonders wenn es um einen Onlinekauf geht, ist es schwer, etwas über den Händler oder Privatverkäufer herauszufinden, denn zumeist gibt es keinen Ansprechpartner vor Ort. Ein Tipp: Die Fahrgestellnummer des Transporters von der Polizei prüfen lassen, denn sollte es sich um ein gestohlenes Fahrzeug handeln, dann wird dieses bei der nächsten Kontrolle, beschlagnahmt. Das ist selbst dann der Fall, wenn der Käufer nichts davon wusste. Die Folge, der Käufer bleibt auf den Kosten sitzen und es ist unwahrscheinlich, dass der Verkäufer noch erreichbar ist.

Hinweis!

Aktuell ist der Diebstahl von Transportern hoch im Trend. Allein die Diebstähle von Mercedes Sprintern des Typs 906 ist in 2018 um 22% gegenüber 2017 zu. Weitere beliebte Top-Marken bei den Dieben sind Fiat Ducato, Ford Transit und Citroen Jumper.

 

Oft passiert es, dass die Online Händler Anzahlungen verlangen und später auf den Kaufpreis noch horrende Kosten aufgeschlagen werden. Zum Teil flüchten die Verkäufer direkt mit der Anzahlung. Aus diesem Grund sollte erst nach der Unterschrift des Kaufvertrages gezahlt werden, wenn alle Unterlagen und Schlüssel zum Fahrzeug vorliegen. Es versteht sich von selbst, dass der Käufer das Fahrzeug in natura gesehen und eventuell sogar eine Probefahrt gemacht haben sollte. Ist es möglich, sollte das Fahrzeug bei der Probefahrt zu einer DEKRA Prüfstelle gefahren werden. Dort kann dieses dann gegen ein kleines Entgelt getestet werden, womit der Käufer sich auf der sicheren Seite befindet.

Vorsicht ist besser denn Nachsicht

Beim Autokauf bzw. beim Kauf eines gebrauchten Transporters sollte grundsätzlich ein wenig mehr Geld investiert werden. Zudem sollten Käufer das Fahrzeug durch professionelle Begutachter wie dem TÜV oder der Dekra checken lassen, um letztendlich auf der sicheren Seite zu sein. Seriöse Gebrauchtwagenhändler haben damit kein Problem, doch sollte der Händler sich dagegen wehren, sollte man Abstand vom Kauf nehmen. Darüber hinaus sollte der Kaufvertrag genau geprüft werden, damit es später nicht zu einem bösen Erwachen kommt. Niemals sollte sich der Käufer vom Verkäufer beim Lesen unter Druck setzen lassen. Gängige Floskeln sind „Ich habe noch andere Interessenten für den Transporter“ sind Standardsprüche vieler Autohändler.

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