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Nutzfahrzeug oder Edel-Lastesel?

Wir starten wieder, aus der Sommerpause heraus, mit Familienzuwachs aus dem Hause Mercedes-Benz, der V-Klasse! Sie möchte kein Van sein und auch kein Transporter, vielmehr eine Großraumlimousine mit bis zu acht Sitzplätzen, die die bereits gefloppte R-Klasse ersetzen könnte. Ob ihr dies gelingt, erfahren Sie jetzt!

Äußerlich erinnert die V-Klasse an einen großen Van, jedoch dynamischer und eleganter gezeichnet, zu emotional für einen schlichten Transporter. Ein Blick durch eine der großen Seitenfenster lässt bereits erahnen, dass die Gene eines schnöden Lastesels auch im Innenraum gezielt ausgeklammert wurden. Viel Platz trifft hier auf das aus einem Mercedes Pkw bekannte Premium-Niveau – so der erste Eindruck.

Zielgruppe der V-Klasse sind Familien und Freizeitaktivisten – kein Wunder, dass Mercedes so viel Annehmlichkeiten aus den Limousinen im Großraumer versteckt hat: Bis zu elf Fahrassistenten unterstützen den Fahrer, Smartphone-Konnektivität, ein Touchpad, ein 7-Zoll-Zentraldisplay und jede Menge Incar-Entertainment unterhalten Fahrer und Beifahrer gleichermaßen.

Zudem wird die V-Klasse sehr individuell: So kann der Käufer zwischen den Ausstattungslinien V-Klasse und V-Klasse Avantgarde, zwei Radständen und drei Fahrzeuglängen wählen – Sonderausstattungen wie ein Sportfahrwerk, 19-Zöller, 360-Grad-Kamera und viele andere Annehmlichkeiten stehen ebenfalls zur Wahl.
Zum Marktstart verfügt die neue V-Klasse über einen 2,1-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel in insgesamt drei Leistungsstufen:

V200 CDI mit 136PS
V220 CDI mit 163PS
V250 BlueTec mit 190PS

Der 250 BlueTec verbraucht laut Herstellerangabe lediglich 6,0 Liter Diesel auf 100km und wird serienmäßig von einer 7G Tronic verwaltet. Mit seinen 440Nm Drehmoment beschleunigt der knapp 2,2 Tonnen schwere Van in 9,1 Sekunden auf Landstraßentempo und auf bis zu 206km/h. Der Clou: Der Kick-Down setzt eine Overboost-Funktion frei, die zusätzliche 14PS und 40Nm aktiviert – so zerren 204PS und 480Nm an der Hinterachse der V-Klasse.
Sofern die, in anderen Modellreihen optionale, 7G Tronic verbaut wurde, kann der Fahrer mittels Agility Select zwischen vier Fahrprogrammen wählen: Ökonomisch, komfortabel, sportlich und manuell.

Zu haben ist der, für ein Fahrzeug dieser Klasse, agil wirkende Van für einen Einstiegspreis von 42.900€ – wer ein Nutzfahrzeug hinter seinem Namenskürzel vermutet, wird auf den ersten Metern eines besseren belehrt. Handlich und ausgewogen lässt er sich über deutsche Straßen bewegen, nicht nur aufgrund des optionalen Sportfahrwerks. Die Preise gestalten sich leider Mercedes-typisch – ob er deswegen an der potenziellen Zielgruppe scheitert?

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