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Neue S-Klasse – Fahren lassen oder selbst fahren?

Welche Baureihe fuhr wohl die meisten Staatsoberhäupter, Politiker, Vorstandschefs oder Wirtschaftsgrößen? Die Antwort ist simpel – die S-Klasse von Mercedes. Als Flaggschiff von Mercedes deklariert, als Messlatte für Premiumhersteller wie BMW oder Audi hoch gehandelt. Nach Jahren des luxuriösen, weich gedämpften und schallschutzisolierten Chauffierens durch die Lande hat die S-Klasse nun diese hoch gesteckten Aufgaben an die Neuauflage abgegeben. Am 15. Mai 2013 stellte Daimler sein neues Aushängeschild der Baureihe W222 im Hamburger Airbus – Werk vor. Deklariert als „das beste Auto der Welt“ stand der Wagen dort, wo Kunden im Normalfall nichts geringeres als den neuen A380 in Empfang nehmen.

S-Klasse auf den ersten Blick

Auf den ersten Blick ist ersichtlich, dass die Limousine in allen Dimensionen leicht gewachsen ist und trotzdem filigraner und durchdachter wirkt als der Vorgänger – auch das Gewicht der S-Klasse konnte trotz Dimensionserweiterung durch Einsatz von Aluminium gehalten werden. Wählbar ist die S-Klasse in zwei Längenvarianten: der kurzen Variante, die 5,12m misst, und die Langversion, die ganze 5,25m misst.

Motorisierung der S-Klasse

Wer in die Versuchung kommt, ein solches Schiff in sein Eigentum zu bugsieren, startet mit den Preisen beim S350 Bluetec, 6 Zylindern, 258 Diesel-PS und einem Grundpreis von 79.789€. Die motorisierte Spitze der automobilen Ingenieurskunst markiert der S500. Dieser bietet einen seidigen V8 mit 4,6l Hubraum, einer Nennleistung von 455PS und einem bereits bei 1800U/min anliegenden Drehmoment von 700Nm. Dank einer CO2-Emission von 199g/km soll die S-Klasse bereits die Euro6 Norm erfüllen. Wer diesen Boliden sein Eigen nennen möchte, muss aber erst einmal einen Grundpreis von Daimler-typischen 104.601€ zahlen. Die Motorenpalette erweitert sich derzeit noch um 2 Hybridvarianten, dem S400 Hybrid und dem S300 Bluetec Hybrid. In den kommenden Monaten hingegen soll die Motorenpalette um 2 AMG-Modelle erweitert werden, bei denen der stärkere mit mehr als 600PS aufwarten kann. Neuerung in dieser Modellsparte: der bald erscheinende S500 Plug-In Hybrid soll im Drittelmix einen Verbrauch von unter 4 Litern aufweisen können – wir sind und bleiben gespannt.

Ausstattung der S-Klasse

Auch vor der Neuentwicklung des Fahrwerks haben die Ingenieure nicht zurückgeschreckt und somit einen Quantensprung in Sachen Fahrkomfort erzielen können. Die neue Fahrzeugfederung nennt sich „Magic Body Control“ – versehen mit einer Stereokamera, die stetig die Straße nach Unebenheiten absucht, hilft sie dem Fahrwerk, sich auf vorausliegende Schlaglöcher oder Bodenwellen vorzubereiten, sodass unerwünschte Stöße durch den Innenraum weitestgehend vermieden werden – dieses Komfortwunder ist aber nur für 8 Zylinder Modelle aufpreispflichtig lieferbar. Als „rollende Wellness Oase“ bezeichnet, startet die S-Klasse mit dem ohnehin komfortablen Dämpfungssystem ADS Plus in Verbindung mit der Luftfederung Airmatic. Auch mit dem Multimediaangebot traut sich Mercedes zu glänzen: zwei hochauflösende TFTBildschirme im Format 8:3, mit einer Bildschirmdiagonale von 30,7cm lassen Fahrer und Beifahrer am Infotainment teilhaben. Die Klimaanlage verwöhnt die Insassen auf Wunsch in Verbindung mit dem „Air Balance Paket“ mit aktiver Belüftung, mit der sich der Geruch des Innenraums regeln lässt. Ein weiteres Novum: nicht nur Sitze und Lenkrad werden beheizt, selbst Türauflagen oder die Mittelarmlehne werden ebenfalls erwärmt. Für die stimmige Beleuchtung sorgen darüber hinaus 300 LED´s im Innenraum. Zudem sind in Scheinwerfern, Heck- und Nebelleuchten bis zu 200 weitere LED´s verbaut. Dazu gehören Fernlicht-, Nachtsicht-, Brems-, Spurhalte- oder Lenkassistent gehören ebenso zu den Ausstattungsmerkmalen wie bspw. ein Kreuzungsassistent.

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