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Neu oder gebraucht – die Frage der Fragen beim Autokauf

Soll es ein Neuwagen sein oder doch lieber ein junger Gebrauchter? Beim Autokauf stellen sich Verbraucher immer häufiger diese Frage. Beide Varianten weisen Pro’s und Con’s auf.

Der Traum vieler Autofahrer ist ein Neuwagen, der frisch vom Werk mit allen gewünschten Extras und einer vollen Hersteller-Garantie geliefert wird. Aber dieser Traum ist oft sehr teuer. Dazu kommt, dass ein Neufahrzeug sehr schnell viel Wert verliert. Da ist ein junger Gebrauchter in vielen Fällen erheblich günstiger. Doch dafür ist der Käufer nicht Erstbesitzer, erhält mitunter eine verkürzte Garantiezeit und Extras im Fahrzeug, die überflüssig sind – stattdessen sind andere gewünschte Ausstattungsdetails nicht vorhanden.

Ein Auto für weniger als 10.000 Euro

Es ist bei weitem keine leichte Entscheidung. Doch selbst dann wenn das neue Fahrzeug „nur“ 10.000 Euro kostet, so besteht die Hoffnung, dass der Pkw zumindest innerhalb der ersten Jahre ohne Reparaturen seine Dienste leistet. Für den gleichen Preis gibt es ebenfalls Gebrauchtwagen, die sich vor solch günstigen Neuwagen keineswegs verstecken müssen und sogar mehr Komfort und Technik bieten.

In den letzten 20 Jahren haben sich die Preise von Golf, Astra, Focus & Co. verdoppelt. In Hinsicht auf die Angebote der Premiumhersteller in diesem Segment sind die Fahrzeuge vollends unbezahlbar geworden und sie werden in erster Linie als Dienstwagen bestellt – was die Autohäuser und -händler wie Segura Automobile bestätigen.

Vorteile der günstigen Neuwagen Vorteile der jungen Gebrauchten
 

Absolut neu

Herstellergarantie

„Wunschauto“ ist möglich

Hoher „Verschleißvorrat“ – vorerst Reparturfrei

Technik ist auf dem aktuellen Stand

 

Der größte Teil des Wertverlustes ist vorbei – hat der Vorbesitzer getragen

Mehr Platz und Prestige im Gegensatz zum neuen Kleinwagen

Mehr Leistung, besseres Fahrverhalten als ein Kleinwagen

Freie Werkstattwahl / keine Probleme mit der Herstellergarantie

Kauf beim Händler / gesetzlich Gewährleistung ohne Vertragswerkstattzwang

Oft bessere Ausstattung und besser verarbeitet als ein aktueller Kleinwagen

Worauf beim Kauf achten?

Es ist grundsätzlich kein Problem, ein neues Fahrzeug zu kaufen, dass mit weniger als 10.000 Euro das Haushalts Budget nicht sprengt. Die modernen Kleinwagen sind im Vergleich zu den einstigen „Gehhilfen“ aus den zurückliegenden Epochen fast als perfekt zu bezeichnen. Sie sind ausgestattet mit modernen Fahrassistenzsystemen und Schadstoffreinigungsanlagen, sodass sie fast ein fahrender Luftfilter sind. Zudem ist die Auswahl groß: von der viertürigen Version bis hin zu den Microvans und Diesel- sowie Benzinmotoren. Das alles ist dazu noch in einer ansprechenden Optik verpackt. Als „Sahnehäubchen“ gibt es noch die Herstellergarantie, sodass die Freude am neuen Fahrzeug lange anhalten kann.

Was die Nachteile dieser günstigen Neuwagen angeht, so sind diese schnell benannt: Logischerweise sind diese Fahrzeuge klein. Zudem verfügen sie, abgesehen von dem gesetzlich vorgeschriebenen, nur karg ausgestattet, weisen wenig Knautschzone auf und Überholprestige – bei der Basismotorisierung – auf.

Verbraucher, die sich ein halbwegs modernes Auto wünschen, dass die wesentlichen Sicherheitsfeatures aufweist sowie Bewegungsfreiheit, elektrische Fensterheber und Klimaanlage, der findet unterhalb der 10.000 Euro Grenze junge Gebrauchte und Leasingrückläufer. Hier gilt: Je jünger das Fahrzeug ist, desto kleiner ist es, sofern die Budgetgrenze nicht übersprungen werden soll.

Zur Kaufentscheidung kommt noch ein wesentlicher Aspekt: die Schadstoffwerte des zukünftigen Fahrzeugs. Bei der Einführung eines Fahrverbotes kann aus dem Fahrzeug ein „Standmodell“ werden. Ein neues Fahrzeug erfüllt in der Regel die schärfsten Grenzwerte, was allerdings beim Fehlen der Fahrverbote auf der täglichen Strecke wiederum unerheblich ist. In dem Fall ist sogar ein gut fahrender, aber in Fahrverbotsgegenden unverkäuflicher Diesel oftmals erstaunlich preiswert und dann das Auto der Wahl.

Die Tageszulassungen – die quasi neuen Fahrzeuge

Ein Auto wird bei Tageszulassungen für einige Tage angemeldet und dann wieder abgemeldet. Damit wird aus dem Neuwagen ein Gebrauchtfahrzeug. Die Händler machen dies bspw. um die Zulassungsziele zu erreichen und Prämien von den Herstellern zu erhalten. Der Autokäufer kann in einem solchen Fall von einem hohen Rabatt profitieren, der sich meist um 25% vom Neupreis beläuft.

Eine Tageszulassung ist quasi neu, wobei der Autokäufer nicht als Erstbesitzer im Fahrzeugbrief steht, aber das wirkt sich in der Regel später nicht auf den Wiederverkaufswert des Fahrzeugs aus. Ein möglicher Nachteil ist, dass das Fahrzeug „fertig“ ist: von der Lackfarbe bis hin zur Ausstattung. Aber dennoch ist ein solch entsprechend konfigurierter Neuwagen oft die passendere und günstigere Wahl.

Lohnt es sich noch, einen Diesel zu kaufen?

Eine wichtige Frage kommt beim Autokauf ebenfalls auf: Lohnt es sich noch, einen Diesel zu kaufen? Die Antwort der Experten lautet „Ja!“ Der Grund ist, dass die Dieselfahrzeuge noch immer ein sehr wirtschaftlich sind, trotz der in Deutschland geltenden Zulassungs- und Abgabenbestimmungen. Daher ist eine zu starke Umweltbelastung eines ganz neuen Diesel-Fahrzeugs mit aktueller Schadstoffreinigung und -norm zu verneinen. Die Manager von großen Autoflotten kaufen nicht umsonst nach wie vor Dieselfahrzeuge, wenn es darum geht, die Mitarbeiter auf Reisen zu schicken.

Jedoch sollte ein Gebrauchtwagenkäufer nur dann auf ein älteres Diesel-Fahrzeug zugreifen, wenn es möglich ist, die künftigen Fahrverbote in den stark belasteten Metropolen a) zu umfahren zu können oder b) mit den Alternativen zum Auto das Ziel zu erreichen. Autofahrer, die ländlich wohnen und daher viel mit dem Fahrzeug unterwegs sind, können mit einem billigen Diesel Pkw noch immer legal auf den Straßen unterwegs sein und müssen keine Sorgen haben.

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