Motorradausrüstung – was genau ist Pflicht ?

Motorradausrüstung – was genau ist Pflicht ?

2019 wurden 14.213 Unfälle von Kleinkrafträdern verzeichnet. Eine Zahl, die beweist, wie wichtig es ist, sich vor Stürzen vom Motorrad zu schützen. Wer sich auf ein Zweirad schwingt, sollte auch über eine gute Ausrüstung verfügen. Im folgenden Artikel geben wir Ihnen einen Überblick über die notwendige Schutzkleidung beim Motorradfahren.

Ist Schutzkleidung Pflicht?

Vor allem im Sommer fahren viele Motorradfahrer auch gerne mit legerer Kleidung: Kurze Hosen, T-Shirt und Turnschuhe sind kein seltener Anblick. Die schwere Motorradkluft ist nämlich luftundurchlässig, um Verletzungen auszuschließen und dadurch gerade bei großer Hitze unangenehm zutragen. Infolgedessen nutzen die Fahrer die fehlenden gesetzlichen Vorgaben aus und tragen auch auf dem Motorrad ihre Freizeitkleidung. Der Artikel § 21 a Abs. 1 StVO schreibt den Fahrern von Kleinkrafträdern die Helmpflicht vor. Alle anderen Kleidungsstücke der Motorradschutzkleidung werden außen vor gelassen. Auch wenn dem Motorradfahrer die Entscheidung frei überlassen wird, kann nicht von der Hand gewiesen werden, dass ohne entsprechenden Schutz ein erhöhtes Verletzungsrisiko bei Unfällen besteht. Aus diesem Grund kam es tatsächlich schon vor, dass den Motorradfahrern bei Zusammenstößen oder anderen Verkehrsdelikten eine Teilschuld zugesprochen wurde. In der deutschen Gesetzgebung wird dies als Mitverschulden (§ 254 BGB) bezeichnet. Wer ein solches Urteil erhält, kann von reduziertem Schmerzensgeld und einem geringeren Anspruch auf Schadensersatz ausgehen.

Textil vs. Leder

Lederbekleidung ist bei Motorradfahrern sehr beliebt. Das Naturmaterial ist sehr dick und besitzt eine hohe Abriebfestigkeit. Dadurch bedingt erleiden Motorradfahrer weniger Abschürfungen, da das Material den Großteil des Aufpralls abfängt. Generell wird für die Schutzkleidung Rind- oder Känguruleder verwendet. Beide Stoffe sind äußerst robust, doch das Känguruleder zeichnet sich durch seine Leichtigkeit und außergewöhnliche Dehnbarkeit aus. Das erhöht den Tragekomfort enorm, spiegelt sich allerdings auch im Preis wider. Motorradbekleidung aus Leder liegt in der Regel sehr eng an und verhindert somit, dass die Protektoren im Inneren verrutschen. Die Wahrscheinlichkeit, Verletzungen zu erleiden, verringert sich dadurch enorm. In diesem Zusammenhang muss auch die hohe Aerodynamik des Leders angesprochen werden. Durch den engen Sitz schmiegt sich das Material optimal an die Körperform an und leistet weniger Widerstand gegen Wind und Wetter. Lederkombinationen haben allerdings auch Nachteile. So ist mit ihnen ein hoher Pflegeaufwand verbunden und gerade im Sommer und bei Regen sind sie unangenehm zu tragen. Die Schutzbekleidung aus Textil verfügt in der Regel über einen weiteren Schnitt und trägt somit zum Komfort bei. Zwischenstopps mit einem kleinen Fußmarsch können gut bewältigt werden, ohne, dass der Motorradfahrer sich vorher seiner Schutzkleidung entledigt. Allerdings bedingt der lockere Sitz der Kleidung einen niedrigeren Schutzfaktor als eine Lederkombination. Durch die erhöhte Bewegungsfreiheit können Fahrer im Verkehr jedoch schneller reagieren und schwere Unfälle vermeiden.

Ein- oder Zweiteiler

Bei einem Zweiteiler ist die Gefahr groß, dass die Schutzbekleidung bei einem Sturz verrutscht. Abschürfungen und Verletzungen sind demnach wahrscheinlicher als bei einem Einteiler. Allerdings zeichnet sich der Zweiteiler durch seine Alltagstauglichkeit aus und Hose und Jacke können in verschiedenen Größen gekauft werden. Denn bei nicht jedem Menschen ist das Gewicht gleichmäßig auf Ober- und Unterkörper verteilt. Über eine große Auswahl verfügt 24mx. Die Schutzkleidung ist in verschiedenen Farben und Größen erhältlich und zeichnet sich durch qualitativ hochwertige Materialien aus.

Zubehör: Handschuhe

Den Motorradhandschuhen kommt eine tragende Rolle zu. Sie steuern das Motorrad, weswegen sie dehnbar und nicht zu dick sein sollten. Darüber hinaus fangen sich Menschen bei Stürzen in der Regel mit ihren Händen ab. Das heißt, dass die Motorradhandschuhe zusätzlich über eine außergewöhnliche Dämpfung verfügen müssen und sich durch ihre Robustheit auszeichnen sollten. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, auf hochwertige und gut verarbeitete Handschuhe zu setzen und tiefer in die Tasche zu greifen.

Geeignete Schuhe oder Stiefel

Beim Schuhwerk kommt es wirklich darauf an, in welchem Ausmaß man Motorrad fährt. Professionelle Rennfahrer benötigen einen fest anliegenden Stiefel. Dieser schränkt die Bewegungen stark ein, sorgt allerdings für einen umfassenden Schutz. Hobbyfahrer sollten lieber den Mittelweg gehen und sich für einen knöchelbedeckenden Schuh entscheiden. Der Gang ins Wirtshaus ist dadurch noch möglich und größere Verletzungen können ausgeschlossen werden.

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