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Ford Mustang GT 350 – die legendäre Rückkehr des Power-Pony

Wie sehr regte sich die Autoszene-Redaktion im Dezember 2013 auf, als die ersten Verlautbarungen bezüglich der kommenden Motorisierung der jüngsten Mustang-Generation die Öffentlichkeit heimsuchten. Da war die Rede von einem aufgeladenen Vierzylinder – Downsizing in einer Reihe von Fahrzeugen, deren Historie nahezu nach brüllendem V8-Gerät unter der lang gezogenen Motorhaube schreit. Pony-Cars, die nicht nach ihrer Effizienz, ihrer Ausstattung oder ihrer allgemeinen Verträglichkeit im öffentlichen Straßenverkehr, sondern vielmehr nach Klang, Beschleunigung und Umweltunverträglichkeit bewertet werden!

Nun kommt Ford diesem Begehren nach und versorgt Geschichts-Junkies mit der Neuauflage eines Urgesteins: dem Ford Mustang GT350!

Achtzylinder mit über 500 PS

1965 schrieb Ford mit dem Shelby GT 350 Geschichte und möchte diese nun, neuzeitlich interpretiert, auf die neuzeitlichen Straßen schicken. Um den Anforderungen an die Neuauflage gerecht zu werden, trägt der neue GT 350 einen 5,2-Liter-Achtzylinder, der deutlich mehr als 500 PS leistet und die Insassen mithilfe von 542 Nm heftig in den Sportsitz pressen wird. Ein Schmankerl für Technikbegeisterte: Der US-V8 trägt innerhalb seiner technischen Umsetzung eine Flat Plane-Kurbelwelle mit 180 Grad Hubzapfenversatz, wie es eigentlich in der Liga italienischer Sportwagen gang und gäbe ist. Für Fahrleistung, Klang und Emotionen hinter und neben dem Steuer ist also gesorgt!

Drift-Fans aufgepasst: Verwaltet werden Klangkulisse und Leistung von einem manuellen Sechsganggetriebe, welches die Kraft über ein Sperrdifferenzial an die Hinterräder weiterleitet. Der kontrollierte Kontrollverlust sollte demnach kein Problem sein!

Querdynamik – in einem Ami?

„Adaptive Dämpfer“ lauten die Zauberworte im Neuen – ebenso wie „Brembo-Sechskolbenbremsanlage“ und „Aerodynamikoptimierung“. Kein Serien-Ford soll bisher so aggressiv gebremst haben! 19-Zoll-Felgen verbergen die Bremsscheiben im Pizzaformat. Querdynamik ist zwar seit der neusten Mustang-Epoche längst kein Fremdwort mehr, der GT 350 aber soll alles besser können. Perfektion bis in die letzte Stabilisatorschraube! Ein Testrun wird es zeigen!

Power-Optik!

Außen und innen präsentiert sich der GT 350 aufregender denn je. Die eigenständige und deutlich abgesenkte Front gibt die Entlüftungsöffnungen der Aluminium-Motohaube preis, welche sich gefährlich nahe über dem Muskel-Aggregat niedergelassen haben!

Schürzen, Heckspoiler, Kotflügel – all das erfuhr ein Neuarrangement und schafft Freiraum für die serienmäßig breitere Spur des Achtenders. An alle Smart-Fahrer: Fahrt nicht zu dicht vor dem Mustang GT 350 – ihr lauf Gefahr, von dem weit geöffneten Gierschlund des Schwergewichts eingesogen und im Brennraum komprimiert zu werden.

Auch das Cockpit setzt eine Menge sportlicher Akzente! Recaro-Ledersportgestühl, ein Sportlenkrad sowie eine überarbeitete Instrumentenkombi schaffen einen angemessenen Platz für sportliches Fahren in historisch wertvollem Gut. Neuheit: Der in fünf Stufen verstellbare Fahrerlebnisschalter.

Außerdem erwarten den Fahrer ungewöhnlich viel Info- sowie Entertainment in Form einer Audioanlage, einem Touchscreen und vielen Knöpfchen!

Bei allem Wasser im Mund und Blut im Bizeps: Die Auslieferung für den deutschen Markt ist ebenso wenig bestätigt, wie der Grundpreis des Ford Mustang GT 350.

US-Fans sollten mit der Vorfreude noch etwas warten. Zur Überbrückung der Wartezeit haben wir hier am Ende des Videos eine kleine Sound-Kostprobe. Viel Spaß!

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