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Ford Mustang 2014 – ein Stück Amerika auch hier genießen

Dies war eine Woche im Zeichen amerikanischer Sportwagenhersteller – euphorisiert durch die Ankündigung des neuen Mustang, erschüttert über den Einstiegs-Benziner und dann doch wieder hoch erfreut über die Probefahrt in der neuen Corvette. Zum Ende der Woche präsentiert uns Ford offiziell den neuen Ford Mustang 2014 und zeigt, dass sie motorenseitig doch in der Lage sind, „back to the roots“ zu finden.

2014 wird der Mustang erstmals für den europäischen Markt angeboten – kein Wunder, dass Ford zum 50. Geburtstag kräftig am Äußeren werkelte, um es den Europäern etwas gerechter werden zu lassen – zu sehr sind wir schließlich beeinflusst von den Rundungen hiesiger Coupés.

Was hat sich verändert? Die Karosserie erstreckt sich über eine Länge von 4,78 Meter und ist 1,38 Meter hoch. An der Front sind keine runden Leuchten mehr zu finden – stattdessen kehrt Tagfahrlicht in die neu designten Scheinwerfer mit Xenon ein, der große Kühlergrill wirkt massiv und trotzdem stimmig. Das Heck hingegen zitiert mit seinen Rückleuchten weitaus ältere Mustangs gekonnt – hier verrichten LED-Streifen ihren Dienst, eine leichte Abrisskante sorgt für Abtrieb und sportliche Optik. Ansonsten wirkt die Silhouette etwas weicher als bei den Vorgängern. Die geschwungene Dachlinie und die markante Seitenlinie fallen hier besonders auf. Breite Backen, große Räder und der wilde Mustang in der Front lassen den Sportler im ansonsten unauffälligen Gewand durchblicken.

Im Cockpit geht es klassisch zu – die Klassik wurde aber neu interpretiert. Moderne Rundinstrumente geben dem Fahrer alle Informationen, die er braucht – von Infos über Tempomat, Totwinkelwarnung oder andere Assistenzsysteme bis hin zu Drehzahl und Geschwindigkeit. Sprachsteuerung oder eine Synchronisation mit dem Handy sind ebenso an Bord, wie ein Navi mit 8-Zoll-Bildschirm und ein Soundsystem mit 12 Lautsprechern. Die Rücksitze dienen eher als Notsitze, das Leder und die generelle Materialanmutung lassen die Vermutung zu, dass dies keine amerikanisches Fabrikat ist – lediglich im Finish der einzelnen Komponenten ist amerikanischer Charme erkennbar.

Was wurde jedoch an der Technik umgestellt? Ade Starrachse, herzlich willkommen Mehrlenker-Hinterachse – Querdynamik kann endlich als Vorzug eines Mustang genannt werden. Hinter wenigstens 19 Zoll großen Leichtmetallfelgen verbirgt sich eine standfeste Bremsanlage – im Falle des V8 geht hier eine Bremse von Brembo ans Werk. Mittels Kippschalter im Innenraum kann das Pony nach Lust und Laune gezähmt oder freigelassen werden – Lenkung und Fahrdynamik werden dadurch individuell eingestellt. Neu sind überdies die Motoren – als Einstiegsmodell ist der bereits befürchtete 2,3 Liter-EcoBoost-Turbomotor mit vier Zylindern. Er leistet 309 PS und 407 Nm, soll vor allem mit geringen Verbrauchswerten zu entzücken wissen – aus unserer Sicht ein Zugeständnis an die Einhaltung deutscher Emissionswerte. Der ebenfalls angebotene 5,0 Liter-V8 wird des Cowboys Liebling werden. Er entfaltet 426 PS und stemmt 529 Nm Drehmoment auf die Hinterachse. Beide Varianten sind mit Handschaltung und Automatik lieferbar.

Preise sind noch nicht bekannt – Fahrwerte konnten wir dem Hersteller ebenfalls nicht entlocken. Es ist jedoch zu erwarten, dass es viel Auto fürs Geld geben wird. Insgesamt ist er zwar europäischer geworden, Vorteile wie Info- und Entertainment, höherer Qualitätsstandard und verbrauchsärmere Motoren stehen ihm jedoch auch gut. Jedermann sei beruhigt: schaut man dem Gaul ins Maul, ist auch ein leistungsstarker V8 zu finden. Im Frühjahr 2014 wird er für die deutsche Käuferschaft bestellbar sein – wir sind gespannt auf die Absatzzahlen.

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