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Ford Focus RS – voll „verdriftet“

Hatchbacks haben ihre ganz eigene Philosophie und Anziehungskraft. Man sieht ihnen die Leistungsberge nicht an? Sehr gut! Insignien der Macht sind dennoch erkennbar? Noch besser!

Wie ist es jedoch um die Umsetzung der horrenden Motorkraft bestellt? Mal ehrlich, eines vermisst doch jeder fahraktive Fahrer: Ein feines Übersteuern, um nicht nur den Rundenzeiten, sondern auch dem maximalen Fahrspaß hinterherzueilen. Das können weder Audi RS3, Mercedes A45 AMG, Golf R, noch andere Vertreter dieser Zunft.

Pünktlich zum Goodwood Festival of Speed ist es jedoch Zeit für eine Revolution diese PS-Segments: Offiziell verkündet Ford die aktuellen Leistungsdaten sowie das Antriebskonzept seines neuen, RS-zertifizierten, Focus.

Deutlich über 320 PS?

Unter der Haube trägt der Focus RS einen aufgeladenen Vollalu-Ecoboost-Vierzylinder, der es auf stattliche 350 PS bringt. Sein maximales Drehmoment von 440 Nm lässt die Reifen zwischen 2.000 und 4.500 Touren leiden; für etwa 15 Sekunden stehen dem beherzten Gasfuß per Overboost sogar 470 Nm zur Verfügung. Doch wie soll ein Umsetzen dieses Leistungsberges in Anbetracht des vom Vorgänger gewohnten Vorderradantriebs funktionieren?

In Goodwood durften die Zuschauer erste Fahrszenen live begutachten. Niemand geringerer als Gymkhana-Star Ken Block präsentierte den Focus RS. Dabei wurde eines gewiss: Alle vier Räder übertragen die geballte Turboleistung! Adieu Vorderradantrieb! Hallo „Ford-Performance-Allradantrieb“!

AWD ist Drift-harmonisch

Zwei elektronisch gesteuerte Differenziale übernehmen dabei die Kraftverteilung – sowohl zwischen Vorder- und Hinterachse, als auch zwischen den einzelnen Rädern. Ford nennt diese Feinwerk-Technologie „Torque Vectoring“. Dabei fließen bis zu 70% der 350 PS an die Hinterachse. Bis zu einem „G“ Querbeschleunigung sollen damit möglich werden! Ford verkündete außerdem, dass dem Fahrer vier Fahrprogramme zur Verfügung stehen werden. Einer davon ist eine Drift-Mode, der gezieltes Übersteuern ermöglichen soll. Driften in einem Focus? Supergeil, denn der Fahrspaß steht bei diesem sportlichen Kompakten offensichtlich im Vordergrund.

Der Innenraum wirkt, im Gegensatz zum reißerischen Äußeren, fast schon zahm: RS-Schalensitze, Tacho bis 300, Gauges für Ladedruck sowie Öldruck und –temperatur bieten somit sämtliche Daten und Annehmlichkeiten, die der ambitionierte Rennstreckenfreund benötigt.

Ein Wort zum Thema Grundpreis gibt es im Gegensatz zu den reichhaltigen technischen Angaben nicht. Der weniger Technisierte Vorgänger kostete den potenziellen Besitzer im Jahre 2010 circa 36.000,-€. Was würden Sie für die neue Variante auf den Tisch legen?

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