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Das ändert sich 2015…

Für uns Autofahrer wird sich im Laufe des kommenden Jahres 2015 einiges ändern. Was Sie über Kurzzeitkennzeichen, beim Autokauf oder über Verbandskästen wissen sollten, erfahren Sie jetzt.

Kurzzeitkennzeichen: Die effektivste Änderung erfahren die bereits bekannten Kurzzeitkennzeichen. Ab dem 1. April nämlich wird deren Nutzbarkeit drastisch eingeschränkt, was besonders Oldtimer- und Tuning-Fans ärgern dürfte. Ab diesem Jahr werden die Blech-Urkunden lediglich an diejenigen Fahrzeuge vergeben, die eine gültige Hauptuntersuchung vorweisen können.

Die Ausnahme: Für Zwecke der Prüfstellen- oder Werkstattvorstellung wird es erlaubt sein, in unmittelbarer Nähe liegende Standorte anzufahren. Ohne HU darf nämlich niemand mehr in einen benachbarten Kennzeichen-Bezirk fahren.

Thema „Elektrofahrzeuge“: Elektro- und Hybridautos bekommen ab diesem Jahr ein gesondertes Kennzeichen, welches Ihnen einige Zusatzrechte zugutekommen lässt. Das zukünftige Nummernschild endet mit einem „E“, ähnlich wie das „H“ bei historischen Fahrzeugen.

Berechtigt zum Erhalt dieser Kennzeichen sind sämtliche Fahrzeuge, die mindestens 30 Kilometer rein elektrisch fahren können. Darunter zählen somit auch Plug-In-Hybrid-Modelle à la Toyota Prius.

Sonderrechte erhalten die mit diesem Kennzeichen versehenen Fahrzeuge in Form von vergünstigten Parkgebühren oder der Benutzung der Busspur. Die jeweiligen Vorteile sollten jedoch in Ihren Landkreisen, Städten oder Gemeinden individuell erfragt werden.
Sollten Sie grundsätzliches Interesse an einem Elektrofahrzeug hegen, sollten Sie dieser Leidenschaft noch im Jahr 2015 freien Lauf lassen. Die Steuerbefreiung für eine Dauer von zehn Jahren gilt nur noch bis zum Ablauf dieses Jahres. Ab 2016 reduziert sich die Dauer der Steuerbefreiung auf nur noch fünf Jahre.

Fahrzeug-Abmeldung: Wer in Zukunft ein Fahrzeug abmelden möchte, kann dies ohne Warteschlange erledigen – die Erledigung dieses Veraltungsakts ist ab diesem Jahr auch online möglich. Möglich ist dies jedoch erst einmal nur für Fahrzeuge, die 2015 neu oder wieder zugelassen wurden.

Gültigkeit der Kennzeichen: Wer umzieht oder ein Fahrzeug in einer anderen Stadt kauft, sollte das Fahrzeug zwar ummelden, kann jedoch das Nummernschild beibehalten. Die Beiträge für die Versicherung werden ab diesem Jahr nämlich unabhängig vom Kennzeichen im neuen Wohnort berechnet.

eCall-Pflicht: Neuwagen müssen ab diesem Jahr mit dem sogenannten eCall-System ausgerüstet sein. Es registriert, wenn ein Unfall passiert und meldet dies augenblicklich dem nächsten Standort einer Notfallzentrale. Außerdem wird eine Telefonverbindung mit den Rettern unverzüglich und automatisiert aufgebaut.

Nachrüst-Rußfilter werden erneut gefördert: Die Nachrüstung von Partikelfiltern wird nun erneut gefördert. Zu diesem Zweck wurde für die betroffenen Diesel-Fahrzeuge eine Summe von insgesamt 30 Millionen Euro bereitgestellt. Sofern Sie einen Rußpartikelfilter einbauen lassen möchten, sollten Sie eine Förderung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) rasch beantragen – bisher wurde ein bereitgestellter Etat relativ früh ausgeschöpft. Die Förderungssumme pro Fahrzeug beläuft sich auf maximal 260,- Euro.

Ebenfalls werden sich die Richtlinien zur Euro-6-Norm verschärfen. Für Diesel bedeutet dies: Statt bisher 180 Milligramm Stickoxide dürfen nun für die Erlangung der Euro-6-Einstufung lediglich 80 Milligramm pro Kilometer Stickoxide ausgestoßen werden.

Neues zum Verbandskasten: 2015 gibt es neue Verbandskästen, der DIN 13164 entsprechend. Darin befinden sich nun beispielsweise Pflastersets, die besonders für Kinder besser geeignet sind. Ältere Verbandskästen dürfen jedoch bis zum individuellen Ablaufdatum genutzt werden.

Verkehrsvergehen über die Grenzen hinaus: Ab dem 10. Januar 2015 werden sämtliche Entscheidungen nationaler Gerichte im gesamten EU-Gebiet vollstreckbar. Eine Flucht hinter die Landesgrenzen macht den Verkehrssünder nun nicht mehr automatisch straffrei.

Mit diesem Wissen sollten Sie einen grandiosen Einstand in das neue Jahr haben. Ob die Veränderungen nun positiv oder negativ ausfallen, hängt vom individuellen Standpunkt ab. Was meinen Sie?

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