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Audi TT in der dritten Generation

Wir fangen einmal mit einem Geständnis an: Ich war nie ein TT-Fan! Unverträgliches Design, Drops-artig gelutscht und so rund, dass er sich eigentlich zu den anderen Brötchen im Korb des Bäckers gesellen sollte. Dass dann noch, aufgrund von Fahrstabilitätsproblemen, ein Entenbürzel auf das eh schon nicht überragend designte Heck wanderte, setzte dem Ganzen die Krone auf. Kurzum: Wer dieses Auto fuhr, musste das auch wirklich wollen!

Nach der zweiten, schon gelungeneren Generation, stellt sich jetzt der neuste TT vor und hat mein Flehen scheinbar erhört! Zwar ist er immer noch etwas Brötchen-artig, dennoch markanter und krawalliger, als es seine Vorgänger es je taten.

Revolutionär ist er – nicht nur optisch, sondern auch technisch. Gab es mit der Einführung der ersten TT-Generation aufgrund der Fahrstabilität ernstzunehmende Schwierigkeiten, ist er in der dritten und damit aktuellsten Version umso agiler, sportlicher und technisch versierter. Was genau unterm Blechkleid steckt, begutachten wir jetzt gemeinsam.

Modernisierte Optik, traditionell interpretiert

Mit dem Design des Ingolstädter Coupés beginnt zwar keine Neuerfindung – hier ist eher von Zeitlosigkeit zu reden. Die Formen der Vorfahren wurden aufgenommen, breite Radläufe und dicke Schweller sowie zwei Sicken beschreiben das grobe Äußere des TT. Lediglich neuere Designelemente wurden beigefügt. So prangt immer noch ein Singleframe Grill an der Stoßstange des TT, nur die Firmeninsignien finden sich nun mittig auf der Motorhaube. Lufteinlässe sind mit Stegen getrennt, was die Scheinwerfer gekonnt nachahmen. Apropos Scheinwerfer: Optional liefert Audi Scheinwerfer mit der neuen Matrix-LED-Technologie inkl. regelbarer Einzeldioden, die das Fernlicht erzeugen.

4,18 Meter misst er in der Länge, 1,35 Meter in der Höhe – damit ist er nahezu identisch mit seinem Vorgänger. Kleine Fensterflächen und viele horizontale Linien lassen ihn stämmig wirken. Zum Heck des Neuen: Zwei Endrohre prangen unter einem Diffusor hervor – so soll es bei allen Motorvarianten sein. Nur dem TTS sind die typischen vier Endrohre zugeschrieben. Ein im Heck versenkter Spoiler fährt bei Tempo 120 automatisch aus und möchte den Abtrieb an der Hinterachse verbessern.

Futurama-Innenraum

Meines Erachtens ist der Innenraum von einem anderen Stern, nur aufgrund eines Details: dem „Virtual Cockpit“. Kern des Ganzen ist ein volldigitales Instrumentenkombi, welches nicht nur den Abruf sämtlicher Fahrzeug-bezogener Daten ermöglicht, es beeinflusst auch die Gestaltung des Instrumententrägers. Der 12,3 Zoll große TFT-Monitor soll dabei neue Maßstäbe in Sachen „plastisch wirkender Hochauflösung“ setzen.

Im klassischen Modus des Instruments werden Tacho und Drehzahlmesser angezeigt, im Infotainment-Modus schrumpfen die Hauptinstrumente und erübrigen genügend Platz für Navigationskarten, Soundsystemanzeigen oder anderweitige multimediale Lösungen – super! Somit spart Audi ausfahrbare Navigationslösung auf dem Armaturenbrett und schafft neuen Platz für klassische Formen. Die runden Lüftungsdüsen sind geblieben, ergänzt durch Regler für Temperatur, Sitzheizung, Stärke und Richtung des Luftstroms, wobei integrierte Displays die gewählten Einstellungen anzeigen.

Ein Dynamiker?

100 Kilogramm leichter ist er geworden, die Motoren sind erstarkt. So steht zum Marktstart ein 2.0-Liter-TFSI mit 230PS (6,1 Sekunden auf 100km/h) oder ein 2.0-Liter-TDI mit 184PS (7,2 Sekunden auf 100km/h) zur Verfügung.

Der bald kommende Audi TTS verwendet ebenfalls einen 2.0-Liter-TFSI, stemmt jedoch künftig 310PS und spurtet in 4,7 Sekunden auf 100km/h – rekordverdächtig, oder?

Wer es sportlicher mag, bestellt das S-Line-Sportpaket. Es beinhaltet nicht nur ein um zehn Millimeter tieferes Fahrwerk, sondern auch diverse Exterieur- und Interieur-Aufbesserungen.

Weitere technische Einzelheiten gibt Audi derzeit nicht preis.

Fazit

Den 2.0-TFSI gibt es mit Frontantrieb für insgesamt 35.000€, wer Allrad an Bord haben möchte muss dafür 4.500€ mehr auf den Tisch des Vertragshändlers legen – dann gibt es jedoch eine 6-Gang-S-tronic obendrauf. Der 2.0-TDI fängt zu Preisen ab 35.900€ an, die Topmotorisierung in Form des TTS beginnt bei stolzen 49.100€. Ab Herbst diesen Jahres steht er offiziell beim Audi-Dealer.

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